FahrgemeinschaftsService


... ist ein überbetrieblich orientiertes Dienstleistungsangebot vom Büro für Verkehrsökologie (BVÖ), Bremen in Zusammenarbeit mit der StadtAuto Bremen Car Sharing GmbH.

Zielgruppe:

Private Unternehmen und öffentliche Arbeitgeber, zunächst in ausgewählten räumlichen Bereichen (benachbarte Arbeitsstätten), schrittweise im gesamten Stadtgebiet.

Warum ein solches Angebot?

Betriebe und Verwaltungen sollen in ihrem Bemühen um eine ökonomisch-ökologische Optimierung ihrer Verkehrsstrukturen unterstützt werden. Zu dieser Optimierung gehört auch die bessere Auslastung der im Berufsverkehr eingesetzten Pkw. Nicht alle Berufspendler, die heute allein im Pkw sitzen, tun dies gerne und zwangsläufig. "FahrgemeinschaftsService" bringt die Menschen zusammen, die einen Teil der Wegstrecke sinnvoll gemeinsam fahren können, unabhängig davon, ob sie im selben Betrieb arbeiten oder am selben Ort wohnen. Hierdurch können die Straßen und Zufahrten zum Betrieb entlastet und der Stellplatzbedarf vermindert werden. Von einem solchen Service profitieren sowohl die Unternehmen als auch die einzelnen Beschäftigten. Etwas vergleichbares gibt es bislang nicht.

Leistungsbeschreibung: Fahrgemeinschaftsvermittlung:

Im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages bieten wir dem Unternehmen für einen monatlich zu zahlenden Pauschalbetrag die folgende Leistung an (Preisskala zwischen 35 DM und 1.200 DM mtl. in Abhängigkeit von der Betriebsgröße; siehe Preisliste weiter unten):

1.) Einführungskampagne Betrieb mit professionellen Werbematerialien (Broschüren, Plakate, Anmeldeformulare, Gutscheinhefte etc.) für alle Beschäftigten sowie Bereitstellung der Materialien für die laufende Werbung für das Serviceangebot.

2.) Betriebs-/behördenübergreifende Vermittlung passender Fahrpartnerinnen und Fahrpartner für die interessierten Mitarbeiter im gesamten Großraum Bremen (Bereich zwischen Wilhelmshaven, Cuxhaven, Buxtehude, Hannover und Osnabrück). Die Biete-Suche-Wünsche der Beschäftigten des Betriebs werden von "FahrgemeinschaftsService" mit einer speziell für diesen Zweck entwickelten Software bearbeitet. Dabei werden die jeweiligen Arbeitszeiten (auch Schichtarbeitszeiten), besondere Wünsche (z.B. nur 2 x pro Woche), maximale Umwegakzeptanz sowie individuelle Wunschkriterien (Nichtraucher/Raucher, Frau fährt nur mit Frau, ggf. Hobbys) berücksichtigt. Bedarfsweise kann die Software auch zur Online-Nutzung beim Kunden installiert werden. Das System erfüllt alle Erfordernisse des Datenschutzes.

3.) Für die "Ökobilanzierung" erhält das Unternehmen eine laufende Auswertung in Form von Tabellen und Schaubildern zur Darstellung der erzielten Umwelteffekte (Berechnung und Darstellung eingesparter Pkw-Kilometer/Schadstoffemissionen/Kraftstoffverbräuche, Flächeneinsparung o.ä.).

Pauschalbetrag für den Vermittlungsservice:

P R E I S L I S T E "FahrgemeinschaftsService"
S T A N D: April 1998
 
Preise für den Vermittlungsservice durch "FahrgemeinschaftsService":
 
 Betriebsgröße/ Behördengröße nach Anzahl der Mitarbeiter  Preisliste
 A  < 50  35 DM
 B  50 - 99  60 DM
 C  100 - 249 120 DM
 D  250 - 399 200 DM
 E  400 - 799 300 DM
 F  800 - 1499 400 DM
 G  1500 - 2499 500 DM
 H  2500 - 3499 600 DM
 I  3500 - 4999 700 DM
 J  5000 - 7499 800 DM
 K  7500 - 9999 900 DM
 L  10000 - 13499 1000 DM
 M  13500 - 15999 1100 DM
 N  16000 - 18000 1200 DM

Leistungsbeschreibung: "Mobilitätsgarantie":

Als "Pfiff" des ganzen Systems bieten wir dem Unternehmen für einen zusätzlichen Pauschalbetrag in Höhe von monatlich 5 DM pro Teilnehmer einer bestehenden oder einer neuen Fahrgemeinschaft folgende Leistung an:

Damit Beschäftigte, die ihren Arbeitsweg im Rahmen einer Fahrgemeinschaft organisieren, keine Nachteile erleiden, wenn die Fahrgemeinschaft aus unvorhergesehenen Gründen ausfällt, dürfen diese in bestimmten Fällen bis zu einem Höchstbetrag von 50 DM bargeldlos ein Taxi (bis nach Hause bzw. zum Betrieb oder zu einem günstigen Bahnhof o.ä.) benutzen. Die Mobilitätsgarantie gilt, wenn aus betrieblichen Gründen Überstunden notwendig sind, die Arbeit aufgrund akuter eigener Erkrankung oder Erkrankung eines Familienangehörigen vorzeitig beendet werden muß oder die Fahrerin bzw. der Fahrer der Fahrgemeinschaft nicht wie vorgesehen fährt.

Der Vorgesetzte unterzeichnet zur Berechtigung einen Coupon, die Bezahlung und Abrechnung der Taxifahrt erfolgt über FahrgemeinschaftsService.

Die tatsächlich in Anspruch genommenen "Garantiefälle" (einschließlich Verwaltungsaufwand) werden aus den pauschalen Beiträgen finanziert. In regelmäßigen Abständen wird die Kostenpauschale an die tatsächliche Inanspruchnahme der Berechtigten im Betrieb angepaßt.

Erste Tests mit diesem aus den USA bekannten Modell waren auch in Bremen erfolgreich. 1) Ein Mißbrauch des Angebots wird durch die Koppelung an die Unterschrift des Vorgesetzten weitgehend unterbunden. Durch die Pauschalvereinbarungen mit dem Serviceanbieter gehen die Betriebe keine unkalkulierten Risiken ein.

Vorteil des überbetrieblichen Adressenpools

Der Vorteil des Systems liegt auf der Hand: Auch wenn in einem Betrieb oder einer Behörde nur eine kleinere Zahl von Fahrgemeinschaftsinteressenten vorhanden sein sollte, bestehen im überbetrieblichen Adressenpool Vermittlungschancen.

Deshalb entfällt auch die Notwendigkeit aufwendiger Voruntersuchungen und Potentialermittlungen im Betrieb. Das Unternehmen entscheidet, ob der Service in seinem Haus angeboten wird, FahrgemeinschaftsService übernimmt die Werbung und Abwicklung.

 

1) im Rahmen des move-Projekts